die Hochkarhöhle  
100.000 Jahre Geschichte

Eine Höhle mit Geschichte

Unter der Erde am Hochkar

Mysteriös, wunderschön und absolut beeindruckend: die Hochkarhöhle. Mehr als 600 Meter ist sie lang und lockt jedes Jahr zahlreiche Höhlenfans aufs Hochkar. Die Höhlenführer geben Anekdoten über die letzte Eiszeit und die Bildung des glitzernden Kalzitkristalls zum Besten. Werdet Teil der einzigartigen unterirdischen Erlebniswelt in den Göstlinger Alpen!

Die Fakten zum Hochkarschacht:

  • Gestein: Dachsteinkalk
  • 100.000 Jahre alt
  • 650 m lang
  • 133 m Höhenunterschied
  • fünftgrößte Höhle Niederösterreichs
  • Pfingsthalle: Länge 35 m, Breite 15 m, Höhe 20 m
  • Schichthalle: Länge 35m, Breite 20 m, Höhe 10 m

Der Hochkarschacht

Eine unterirdische Welt aus Kalkstein

Denkt man an die Hochkarhöhle, kommen einem folgende Bilder in den Kopf: die 20 Meter hohe Pfingsthalle mit großen Kalksteinkristallen an den Wänden. In der angrenzenden Schichthalle das genaue Gegenteil: glatte Höhlendecken, die nur so vor geschichtlicher Erzählungen strotzen. Als Abschluss des Höhlenspektakels imponieren die rötlich gefärbten Tropfsteinorgeln, die sich über Jahrtausende hinweg gebildet haben.

Die Empfehlung des Hochkar-Teams: Die Tropfsteinhöhle mit einem Führer erkunden! Sicher mit Helm und Stirnlampe ausgestattet geht es mit dem Guide hinab in die Tiefen der Göstlinger Alpen. Die erfahrenen Höhlenführer erzählen euch historische Anekdoten und erklären euch die Besonderheiten der einzelnen Schächte und Hallen. 

Tipp: Unter der Erde warten oft eisige Temperaturen und ein rutschiger Untergrund auf euch. Zieht euch also warm an und schnappt euch eure Bergschuhe!

führungen in der hochkarhöhle

An folgenden Terminen könnt ihr die Hochkarhöhle besuchen:

Öffnungszeiten im Bergsommer:
jeden 2. Sonntag um 14.00 Uhr 

  • 30. Juni 2019
  • 14. und 28. Juli 2019
  • 11. und 25. August 2019

 

Von 03. Juli bis 28. August 2019 jeden Mittwoch um 14.00 Uhr.

Treffpunkt ist jeweils 15 Minuten vor Führungsbeginn bei der Hochkarbahn-Talstation.

Dauer der Führung: ca. 90 Minuten

Um Anmeldung unter T +43 7484 2122 wird gebeten.

Für Gruppen ab sechs Personen sind zusätzliche Führungen nach Terminvereinbarung möglich - nur limitierte Plätze verfügbar! 

Erwachsene

Kind
2012 bis 2004

€ 11,00

€ 6,00

Preise inkl. Helm und Stirnlampe

 

die geschichte der hochkarhöhle

Mehr als 100.000 Jahre alt

Mehr als 100.000 Jahre hat sie bereits am Buckel, die Hochkarhöhle. Über Jahrtausende geformt, beeindrucken die Gesteinsformationen tief unter der Erde Besucher am Hochkar jedes Mal aufs Neue. Die Erschließung und gleichzeitig Entdeckung der Höhle steht in direktem Zusammenhang mit dem Ausbau des Hochkars. 

Herbst 1963: Mit dem Jahr des Straßenbaus und der Errichtung des Einzelsessellifts sowie Schleppers beginnt auch die Entdeckungsgeschichte der Höhle. Da vor allem der Trinkwassermangel dem Bautrupp zu schaffen machte, erinnerten sich die Arbeiter an die "Rauschende Lucke" beim Haderlaus-Mäuerl. Bei dieser Lucke nebelte es im Winter bei besonders tiefen Temperaturen die Bergfeuchte heraus. In der Höhle hatte es dabei Plusgrade um die acht Grad Celsius. 

Pfingstmontag 1964: An diesem Montag stiegen erstmals drei Herren in die Hochkarhöhle hinab. Ihre Namen: Doktor Werner Putz, Volksschuldirektor Georg Perschl und Bergretter Alfred Herb. Was sie dort sahen, überraschte die drei Entdecker: Statt Wasser fanden sie riesige Hohlräume von 70 Metern Höhe und 60 Metern Breite vor!

Eine besondere Attraktion befindet sich am nordöstlichen Ende der 500 Meter langen Höhle: ein riesiges Felstor mit einer Gletschermoräne (Gesteinsschnitt). Nach eingehender Forschung und Untersuchung konnte festgestellt werden, dass diese vor etwa 100.000 Jahren, ungefähr also zum Ende der letzten Eiszeit, entstanden war. Das Felstor war vollkommen verwachsen und wurde ein Jahr nach der Entdeckung durchbrochen. 

Sommer 1965: Damit der unterirdische Schatz auch vollends entdeckt und erkundet werden konnte, stiegen Fredl Jagersberger, der heutige Wirt im Almgasthof am Hochkar, und sein Freund Sepp Latschbacher, ein erfahrener Bergknappe  aus dem Steinkohlebergbau in Gaming, ein Jahr später wieder hinab. Sie orteten den jetzigen bequemen Eingang und waren nach zwei Wochen händischer Grabungen in der Höhle angelangt.

Dank des erfahrenen Baumeisters Franz Geischläger, dem Pionier des Hochkars, konnte der Ausbau der Hochkarhöhle vorangetrieben werden. Mit seiner Hilfe und einem erfahrenen Bautrupp wurden Beleuchtung und Gehwege geschaffen.